"Die Zusammenarbeit mit anderen Biobankern ist uns wichtig"
Interview mit Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kretzschmar und Dr. Thomas Arzberger über die Hirngewebebank Brain-Net in Deutschland, deren Einbindung auf europäischer Ebene und die Vorteile der Vernetzung mit anderen Betreibern humaner Biobanken.
Januar 2011. „Ich möchte die Biobankenszene besser kennen lernen. Wie arbeiten andere Biobanken? Was kann ich dort einbringen und was kann ich davon für das deutsche und das europäische Brain Net lernen? Das sind wichtige Fragen für mich.“ (Dr. Thomas Arzberger)

 
 
Sorgfältig asserviert und charakterisiert
Gut charakterisiertes Hirngewebe für die Forschung ist hierzulande knapp. Das Brain-Net Deutschland hilft Wissenschaftlern bei der Suche.
Januar 2011. In der Organisationszentrale des Brain-Net Deutschland am Institut für Neuropathologie der Ludwig-Maximilians-Universität München durchstöbert Dr. Sigrun Roeber die Datenbank nach passenden Proben für ein Hirnforschungsprojekt der Universität Magdeburg. Sie benötigt insgesamt zehn Substantia nigra-Proben von männlichen und weiblichen Patienten mit Morbus Parkinson, die zum Zeitpunkt ihres Todes nicht älter waren als 70 Jahre.

 
 
Datenbasis für bessere Behandlungsoptionen
Nationale Kohortenstudie zu chronischer Nierenerkrankung ist gestartet
November 2010. „Wir schaffen die Grundlage, um Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen künftig bessere Behandlungsoptionen anbieten zu können“, so fasst Professor Dr. Kai-Uwe Eckardt, Direktor der Klinik für Nephrologie und Hypertensiologie am Universitätsklinikum Erlangen und Klinikum Nürnberg, die Ziele der German Chronic Kidney Disease (GCKD)-Studie zusammen, deren Sprecher er ist.

 
 
”Viele Kolleginnen und Kollegen unterstützen uns hoch motiviert”
Interview mit Prof. Dr. Kai-Uwe Eckardt zum Start der German Chronic Kidney Disease (GCKD)-Studie
November 2010. "Es besteht die Möglichkeit, ganz neue Pathomechanismen oder Risikofaktoren zu identifizieren, die anschließend mit Methoden der Molekular- und Zellbiolobie, im Tierexperiment und in klinischen Studien weiterverfolgt werden können."