Ein Schaufenster für medizinische Biobanken
Deutsches Biobanken-Register: Neue Plattform bietet einfache Übersicht und sorgt für Transparenz
24.04.2012. www.biobanken.de ist die Adresse, unter der Biobanken und die in ihnen gelagerten Materialien künftig einfach recherchiert werden können. „Das Deutsche Biobanken-Register bietet Transparenz über wichtige Ressourcen der modernen medizinischen Forschung“, erklärte Dr. Dr. Michael Kiehntopf, kommissarischer Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik des Universitätsklinikums Jena und TMF-Vorstandsmitglied, der als Projektleiter den Aufbau des Deutschen Biobanken-Registers seit 2010 betreut hat. Die neue Plattform, die bereits im März freigeschaltet worden war, wird heute mit einer Veranstaltung in Berlin offiziell gelauncht.

 
Von ‚Papierkram‘ entlastet – TMF unterstützt medizinische Forscher
Gemeinsame Pressemitteilung von TMF und UKSH: 160 Forscher aus ganz Deutschland bildeten sich beim 4. TMF-Jahreskongress beim UKSH in Kiel fort
29.03.2012. Dank des technologischen Fortschritts kann die medizinische Forschung zunehmend auf Daten aus dem Versorgungskontext der Patienten zurückgreifen. Dies erlaubt eine schnellere und effizientere Durchführung der Forschungsprojekte und ermöglicht verlässlichere Ergebnisse. Allerdings sind auf dem Weg dahin unter anderem noch zahlreiche rechtliche und ethische Fragen zu klären. Gerade die datenschutzrechtlichen Probleme seien jedoch mit einem guten Probanden- und Einwilligungs-Management lösbar, erklärte Thilo Weichert, der Landesbeauftragte für Datenschutz in Schleswig-Holstein, im Rahmen des 4. TMF-Jahreskongresses, der heute in Kiel zu Ende ging. Er betonte auch die gute und konstruktive Zusammenarbeit der TMF mit den Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder.

 
Europäer treiben die künftige Nutzung von Daten aus elektronischen Patientenakten für die Forschung gemeinsam voran
TMF-Workshop zu ethischen und rechtlichen Aspekten einer Länder-übergreifenden Sekundärnutzung von Behandlungsdaten
12.01.2012. Im Rahmen des europäischen Projektes „Electronic Health Records for Clinical Research” (EHR4CR) bauen Partner aus akademischer Forschung und Industrie bis 2014 gemeinsam eine europaweite Technologieplattform auf, die künftig die Sekundärnutzung von Daten aus elektronischen Patientenakten für die klinische Forschung ermöglichen soll. Heute und morgen erörtern Juristen, Ethiker und Datenschutzexperten aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten in Berlin, welche rechtlichen und ethischen Fragen hierbei zu beachten sind. Der Workshop wird von der TMF veranstaltet, die – aufgrund ihrer umfangreichen Vorarbeiten zu (datenschutz-)rechtlichen und ethischen Fragen der medizinischen Verbundforschung – in diesem Projekt das Arbeitspaket zum Thema Datenschutz und Datensicherheit leitet.

 
Qualität in der Hochdurchsatz-Genotypisierung ist machbar – TMF veröffentlicht Empfehlungen für die Verarbeitung und Analyse der Daten
Neuer Band in der TMF-Schriftenreihe: Qualitätsmanagement von Hochdurchsatz-Genotypisierungsdaten
05.01.2012. Seit geraumer Zeit werden genetische Assoziationsstudien relativ erfolgreich mit Hochdurchsatzverfahren durchgeführt. Diese Verfahren basieren auf der Anwendung hoch integrierter und äußerst leistungsfähiger Microarray-Technologien, die allerdings auch eine Reihe praktischer Probleme mit sich bringen. Fehler quellen ergeben sich auf der gesamten Prozessierungsschiene, so dass keine hundertprozentige Verlässlichkeit der erzeugten qualitativen Genotypisierungsdaten gegeben ist. Mit dem jüngst erschienenen 9. Band der TMF-Schriftenreihe liegen nun breit abgestimmte Empfehlungen zur Qualitätssicherung von Daten vor, die bei der Hochdurchsatz-Genotypisierung generiert werden.

 
TMF veröffentlicht Einführung und praktische Handlungshilfen zum regulatorischen Prozess der Medizinprodukteentwicklung
Neuer Band in der TMF-Schriftenreihe: Regulatorische Anforderungen an Medizinprodukte
05.01.2012. Ein Geflecht aus Gesetzen und Normen regelt die Entwicklung und das Inverkehrbringen von Medizinprodukten. Die relevanten regulatorischen Begriffe wie klinische Bewertung, klinische Prüfung, klinische Studien und Health Technology Assessment (HTA) müssen im Entwicklungsprozess die gleiche Aufmerksamkeit genießen wie die rein technisch-medizinischen Produktanforderungen aus Sicht der Anwender und des Marktes. Der jetzt erschienene 8. Band der TMF-Schriftenreihe führt in das Themenfeld ein, beleuchtet die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen und bietet Handlungshilfen: von der klinischen Bewertung über klinische Studien bis hin zum entwicklungsbegleitenden HTA.

 
„CONTAGION“: Ein tödliches Virus geht um die Welt
Ein Interview zum Filmstart mit den Wissenschaftlern Christian Drosten, Dag Harmsen und Stephan Ludwig – Nationale Forschungsplattform für Zoonosen stellt Hintergrundinformationen bereit.
18.10.2011. Am 20. Oktober 2011 kommt „CONTAGION“ in die deutschen Kinos, Steven Soderberghs filmisches Protokoll einer Seuche, die weltweit und rasend schnell zig Millionen Menschen tötet. Die Seuche im Film ist fiktiv, aber sie hat reale Vorbilder: beispielsweise SARS oder die Vogelgrippe. Die Schweinegrippe ist den Figuren im Film wie dem Publikum noch sehr präsent, deutsche Zuschauer mögen sich auch an den EHEC-Ausbruch des vergangenen Sommers erinnert fühlen.

 
Eine Eins mit 18 Nullen – Projekt zur Langzeitarchivierung von medizinischen Forschungsdaten gestartet
Das Speichervolumen medizinischer Forschungsdaten ist gigantisch. Wie man sie langfristig sinnvoll archivieren kann, untersucht ein von der DFG gefördertes Projekt.
15.06.2011. Daten sind der wichtigste „Rohstoff“ der biomedizinischen Forschung: ihre Auswertung und Analyse ermöglicht beispielsweise die Entwicklung besserer Arzneimittel und Therapien und trägt somit maßgeblich besseren Behandlungsmöglichkeiten und größeren Heilungschancen bei. Die Daten sollten deshalb für eine langfristige Nutzung und unterschiedliche wissenschaftliche Fragestellungen zur Verfügung stehen.

 
EHEC-Welle: Nationale Forschungsplattform für Zoonosen stellt Hintergrundinformationen bereit
Nicht zuletzt sind jetzt Hände- und Küchenhygiene äußerst wichtig, um die weitere Ausbreitung der Infektionen zu verhindern
24.05.2011. Die Nationale Forschungsplattform für Zooonosen hat Hintergrundinformationen zu den aktuellen Infektionen mit EHEC zusammengestellt, deren genaue Ursache zur Stunde noch unbekannt ist - in Verdacht steht Gemüse. Nicht zuletzt sind Hände- und Küchenhygiene in dieser Situation extrem wichtig, um die weitere Übertragung der Bakterien zu verhindern. (Informationen aktualisiert: 31.05.2011)

 
Experten diskutierten über Regelungsbedarf für Forschung mit Humanbiobanken
Mehr als 200 Teilnehmer bei gemeinsamer Veranstaltung von Deutschem Ethikrat und TMF
08.04.2011. Der Deutsche Ethikrat und die TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e. V. hatten zum gestrigen Donnerstag zu einem Expertengespräch nach Berlin eingeladen, um über die Stellungnahme und die Empfehlungen des Ethikrates zu diskutieren, die Forschung mit Humanbiobanken auf eine gesetzliche Grundlage zu stellen.

 
GCP-konforme elektronische Archivierung von Patientenakten in Kliniken ist möglich
Empfehlungen der TMF beim 3. TMF-Jahreskongress in Münster vorgestellt
06.04.2011. Zunehmend gehen Krankenhausarchive dazu über, die aufzubewahrenden Behandlungsunterlagen zu digitalisieren oder bestimmte Daten und Dokumente von vornherein digital zu archivieren. Die Anforderungen an die Archive ergeben sich aus verschiedenen rechtlichen Vorgaben. Werden auch die Akten von Patienten archiviert, die an klinischen Studien teilgenommen haben, so ist darüber hinaus die Leitlinie zur „Good Clinical Practice“ (GCP) zu beachten. Dass die GCP-konforme elektronische Archivierung von Patientenakten in Kliniken möglich ist, konnten Experten der TMF jetzt bestätigen. „Eine revisionssichere digitale Archivierung ist weitgehend auch GCP-konform“ erläuterten Sebastian C. Semler und Mathias Freudigmann in ihrem Vortrag auf dem 3. TMF-Jahreskongress, zu dem am 31. März und 1. April 2011 rund 130 Forscher in Münster zusammengekommen waren.

 
TMF entwickelt „Trusted Services“ im HealthCloud Projekt
Als unabhängige Non-Profit-Organisation soll die TMF ein hohes Schutzniveau der sensiblen medizinischen Daten sicherstellen
01.03.2011. Eine bessere Behandlungsqualität, mehr Sicherheit für die Patienten und Kostensenkungen im Gesundheitsweisen – das sind die Ziele des vom Bundesministerium für Wirtschaft geförderten Projektes „HealthCloud“, für das am CebIT-Messestand des Ministeriums heute offiziell der Startschuss fällt. Die TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. ist Projektpartner und wird als unabhängige Non-Profit-Organisation ein hohes Schutzniveau der sensiblen medizinischen Daten sicherstellen.

 
Biobanken: Ein Schatz, der in Splittern vergraben ist
TMF, Fraunhofer IBMT und mehrere Biobankpartner legen den Grundstein für die zentrale Deutsche Biobanken-Infrastruktur.
19.11.2010. Humanbiobanken sind ein Schatz für die medizinische Forschung. Obwohl überwiegend mit öffentlichen Mitteln aufgebaut, waren sie bisher für externe Forscher nur sehr eingeschränkt zugänglich. Dies wird sich ab 22. November 2010 ändern, wenn die ersten deutschen Biobanken in einer Abstimmungskonferenz in Berlin ihre Zusammenarbeit beim Aufbau des „Projektportals im Deutschen Biobanken-Register“ beginnen.

 
Wenn der TV-Koch zuerst die Hände wäscht
Experten betonen die Bedeutung der Küchenhygiene – rund 320 Teilnehmer beim Nationalen Symposium für Zoonosenforschung in Berlin
08.10.2010. Spüllappen, Schneidebretter, Hände – das Risiko, sich in der eigenen Küche eine Lebensmittelinfektion zuzuziehen, ist hoch. Das Wissen über Küchen- und Händehygiene als wesentliche Maßnahmen, um solche Infektionen zu vermeiden, ist in der Bevölkerung jedoch bisher sehr wenig ausgeprägt. Eine Aufklärungskampagne wäre dringend notwendig. Dies betonte Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstitutes für Risikobewertung, in seiner Keynote beim Auftakt des Nationalen Symposiums für Zoonosenforschung. Rund 320 Wissenschaftler aus Human- und Veterinärmedizin besuchten das Symposium, das am 7. und 8. Oktober 2010 in Berlin stattfand.

 
Netzwerke säen und der Evolution einen Schritt voraus sein
Nationales Symposium für Zoonosenforschung am 7./8. Oktober in Berlin
04.10.2010. Alte und neue Infektionskrankheiten, deren Erreger zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können – so genannte Zoonosen –, werden auch in Zukunft eine immerwährende Bedrohung für die Menschheit darstellen. Um dagegen gewappnet und der Evolution möglichst immer einen Schritt voraus zu sein, ist fortlaufende Forschung und Zusammenarbeit von Wissenschaftlern über Disziplinen, Standorte und Ländergrenzen hinweg notwendig und entsprechende Nachwuchsförderung unverzichtbar. Das Nationale Symposium für Zoonosenforschung, das am 7. und 8. Oktober 2010 in Berlin stattfinden wird, verfolgt daher in diesem Jahr zwei Ziele: Zum einen zeigt es in themenspezifischen Sitzungen die Vielfalt der Zoonosenforschung, zum anderen richtet es sich besonders auch an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Neben hochkarätigen Keynote-Speakern präsentieren vor allem diese die Ergebnisse ihrer Forschung.

 
TMF begrüßt Stellungnahme des Deutschen Ethikrates zu Biobanken
AG Biomaterialbanken der TMF nimmt Stellung zu den Ausführungen des Deutschen Ethikrates
15.06.2010. In ihrer heutigen Sitzung hat die Arbeitsgruppe Biomaterialbanken (AG BMB) der TMF eine Kurzstellungnahme zu den Ausführungen des Deutschen Ethikrates zum Thema „Humanbiobanken für die Forschung“ verabschiedet. Darin begrüßt die AG BMB einhellig, dass der Deutsche Ethikrat sich erneut ausgiebig mit den Fragestellungen rund um Biobanken für die medizinische Forschung befasst hat. Die in der TMF zusammengeschlossenen Wissenschaftler und Biobank-Betreiber befürworten die Intention des Ethikrates, das bisherige Konzept der individuellen Einwilligung der Spender durch flankierende Vertrauensschutzmaßnahmen seitens der Biobanken zu ergänzen, um so gleichermaßen den Spenderschutz zu stärken und die Rahmenbedingungen für die medizinische Forschung zu verbessern.
