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TMF-Tutorials (Bonn)

Dienstag, 19. März 2019



TMF-Tutorials

19. März 2019 | Bonn

Datenschutz in der medizinischen Forschung

Dieses Tutorial ist ausgebucht. 

Referenten: Prof. Dr. Klaus Pommerening (IZKS Mainz), Dr. Johannes Drepper (TMF)

Raum 2: 09:30–13:30 Uhr

Die Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder hat 2014 die Verwendung des TMF-Datenschutzleitfadens für medizinische Forschungsprojekte empfohlen. Das Tutorium bietet dazu eine Anleitung für Einsteiger. Präsentiert werden die verschiedenen Arten medizinischer Forschung einschließlich Biobanking mit den jeweils dafür zu beachtenden gesetzlichen Grundlagen, insbesondere wenn eine langfristige Nutzung von Daten oder Proben geplant ist. Angesprochen werden auch die Anforderungen, die sich aus der EU-Datenschutzgrundverordnung und den ersten nationalen Anpassungsgesetzen für die medizinische Forschung ergeben. Zudem wird das Beratungsangebot der TMF zur Erstellung konkreter Datenschutzkonzepte vorgestellt. Das Tutorial führt somit in das Thema Datenschutz ein und bietet eine gute Grundlage für spezialisierte Tutorials wie etwa zur Anonymisierung oder zur Versorgungsforschung mit ambulanten Routinedaten.


Systemvalidierung: Das Validierungspaket der TMF

Dieses Tutorial ist ausgebucht.

Referenten: Ronald Speer (Universität Leipzig), Prof. Dr. Ulrich Sax (Universitätsmedizin Göttingen)

Raum 1: 10:00–18:00 Uhr

Die Validierung von IT-Systemen ist eine zentrale Anforderung aller behördlichen Auflagen in der medizinischen Forschung. Ohne eine lückenlose und gut dokumentierte Validierung können IT-Systeme nicht compliant sein und damit nicht die Qualität aufweisen, die die Regularien fordern. Der komplexe Prozess der Validierung setzt spezielles Wissen über die eingesetzte Hard- und Software sowie die gesamte IT-Infrastruktur voraus und erfordert die regelmäßige Beobachtung von gesetzlichen Anforderungen und Sicherheitsvorkehrungen für neue Technologien. Ein Forschungsprojekt muss nachweisen, dass die Validität der Systeme über die gesamte Einsatzdauer aufrechterhalten werden kann. Das Tutorial bietet eine Einführung in das Validierungspaket der TMF, das zusammen mit einem Validierungsmasterplan und entsprechenden Dokumenten sowie einem zugehörigen Schulungskonzept in einem TMF-Projekt erarbeitet worden ist.


Einstieg in Electronic Data Capture mit REDCap

Dieses Tutorial ist ausgebucht.

Referenten: Dr. Peter Brunecker (Charité / Berlin Institute of Health), Andreas Hetey (Berlin Institute of Health, Clinical Research Unit)

Raum 4: 10:00–13:30 Uhr

REDCap ist eine anwenderfreundliche Webapplikation zum Erstellen und Verwalten von Online-Umfragen und Datenbanken, insbesondere für medizinische und translationale Forschungsprojekte. Es wird an der Vanderbilt University (USA) entwickelt und über das internationale REDCap-Konsortium bereitgestellt, welches mittlerweile tausende Institutionen in mehr als hundert Ländern umfasst. Ziel des Workshops ist die Erstellung eines REDCap-Projekts für eine Longitudinal-Studie mit mehreren Events. Dazu sollen mehrere Fragebögen mit einzelnen Fragen (Items) erstellt und hinterher mit Hilfe einer Dateneingabe getestet werden. Neben der Vorstellung von REDCap wird auch auf die Rahmenbedingungen eines Einsatzes eingegangen.

Je nach zeitlicher Verfügbarkeit kann auf weitere Themen wie Surveys, die Erstellung von Reports, Import- und Exportmöglichkeiten, die Anbindung von externen Programmen via API usw. eingegangen werden.

Voraussetzung der Teilnahme ist das Mitbringen eines WLAN-fähigen Notebooks mit einem aktuellen Webbrowser (z. B. Chrome oder Firefox). Von Vorteil ist ein installiertes Office-Programm in den Varianten LibreOffice oder OpenOffice. 

Datenanonymisierung: Theorie und Praxis

Dieses Tutorial ist ausgebucht. 

Referenten: Dr. Fabian Prasser (TU München), Irene Schlünder (TMF)

Raum 2: 14:30–18:30 Uhr

Für eine sinnvolle Anonymisierung biomedizinischer Daten ist es notwendig, Nutzen und Risiken vor dem Hintergrund konkreter Fragestellungen miteinander abzuwägen. Dazu können unterschiedliche Methoden eingesetzt werden. Dieses Tutorial bietet ein aufeinander abgestimmtes Programm, das sowohl theoretische Grundlagen als auch den praktischen Einsatz von Anonymisierungswerkzeugen umfasst. Die aktive Anwendung eines Anonymisierungswerkzeugs mit Beispieldaten bildet den Kern der Schulung. Sie vermittelt den Teilnehmern ein praktisches Verständnis der Wirkungsweise und der Effekte verschiedener Anonymisierungsmethoden – samt dazugehöriger Parametereinstellungen. Dabei sind Theorie- und Praxisblöcke eng verzahnt.

Versorgungsforschung mit ambulanten Routinedaten

Dieses Tutorial ist ausgebucht. 

Referenten: Dr. med. Johannes Hauswaldt (Universitätsmedizin Göttingen), Dr. Johannes Drepper (TMF), Thomas Bahls (Universität Greifswald)

Raum 3: 14:30–18:30 Uhr

Routinedaten, insbesondere Abrechnungsdaten, die während der alltäglichen ambulanten Versorgung anfallen, werden bereits jetzt sekundär für wissenschaftliche Zwecke genutzt. Datenhalter sind u.a. die jeweiligen gesetzlichen Krankenkassen, das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), und das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

Im Tutorial gehen wir insbesondere auf die Voraussetzungen sowie Vor- und Nachteile der direkten Extraktion von Versorgungsdaten aus den lokalen Arztpraxisinformationssystemen (AIS) ein und berichten von langjährigen Erfahrungen bis zum laufenden RADAR Projekt (Routine Anonymized Data for Advanced Research). Des Weiteren werden die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen für Forschung mit Sekundärdaten aus der Arztpraxis dargestellt und mögliche Lösungsansätze, die auch die Besonderheit der ärztlichen Schweigepflicht berücksichtigen, aufgezeigt. Technische und organisatorische Anforderungen mit prototypischen Lösungen, die im RADAR Projekt erarbeitet wurden, bilden den letzten Teil des Tutorials. Hierbei gibt es drei Schwerpunkte: Abläufe in der ambulanten Praxis inkl. Datenexport im BDT-Format (Behandlungsdatentransfer), sicherer Datenaustausch zwischen Arztpraxis, Treuhandstelle und Forschungsdatenbank und praktische Erfahrungen aus dem laufenden RADAR-Projekt.

Form und Inhalt des Tutorials gehen wesentlich auf die Mithilfe von Roland Groh (Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen) sowie Stephanie Heinemann, Dr. Ing. Falk Schlegelmilch und Prof. Dr. Eva Hummers (Universitätsmedizin Göttingen) zurück.


MAGIC: IT-Werkzeuge für die medizinische Verbundforschung (Arbeitstitel)

Dieses Tutorial ist ausgebucht.

Referenten: Galina Tremper, Florian Stampe (DKFZ), Dr. Martin Bialke, Dana Stahl (Universitätsmedizin Greifswald)

Raum 4: 14:30–18:30 Uhr

Das Tutorial führt in die Verwendung von drei Softwaretools ein, die im Rahmen des von der DFG geförderten Projekts MAGIC entwickelt bzw. angepasst wurden, um die Umsetzung von Datenschutzkonzepten nach der Vorlage der generischen Konzepte der TMF zu erleichtern. Vorgestellt werden die Werkzeuge zur Umsetzung eines Identitätsmanagements (Mainzelliste), eines Einwilligungsmanagements (generischer Informed Consent Service –gICS) und eines Authentifizierungsdienstes (Samply.Auth). Die Mainzelliste dient dazu, Patientendaten über mehrere Institutionen hinweg datenschutzgerecht zusammenzuführen oder zu verknüpfen. Der gICS ermöglicht die effiziente Verwaltung von Einwilligungen und Widerrufen. Samply.Auth bietet eine webbasierte Nutzer-Authentifizierung und den Zugang zu medizinischen Forschungsdaten. Im Tutorial werden die drei Software-Tools vorgestellt und ihre Funktion und Anwendung erläutert.

Auf die rechtlichen Grundlagen zur Pseudonymisierung medizinischer Forschungsdaten und für die Einholung und Verwaltung von informierten Einwilligungen als Vorbedingung für den Einsatz entsprechender Werkzeuge geht das Tutorial zum Datenschutz in der medizinischen Forschung am Vormittag ein. Bei Interesse wird eine kombinierte Buchung empfohlen.

Die hier vorgestellten Werkzeuge sind direkt nutzbar und frei verfügbar. Die Produkte finden Sie unter: www.toolpool-gesundheitsforschung.de.

 

Ort

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE)

Sigmund-Freud-Straße 27

53127 Bonn

 

Teilnahmegebühren

  • TMF-Mitglieder: 250 € (ganztägig) / 125 € (halbtägig)
  • Nicht-Mitglieder akademische Forschung: 400 € (ganztägig) / 200 € (halbtägig)
  • Industrie: 800 € (ganztägig) / 400 € (halbtägig)
 

Organisation

TMF e.V.

Tel.: 030 22002470

E-Mail | Website

 

Ansprechpartner

Johannes Drepper                     Juliane Gehrke

Programm/Inhalte                     Veranstaltungsmanagement

Tel.: 030 – 220024740               Tel.: 030 – 220024717


E-Mail                                       E-Mail

 


 
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