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(Letzte Aktualisierung: 14.11.08)

V049-01 Vorprojekt ATC-Codierung

Klärung der Voraussetzungen zur Kodierung von Arzneimitteln nach dem ATC-Klassifikationssystem der WHO

Im Rahmen der Projektarbeit der TMF sollen Anwendungsfälle für die Kodierung von Arzneimitteln nach dem ATC-Klassifikationssystem der WHO in klinischen Studien für die Forschungsverbünde definiert und eventuell bestehende Lösungen recherchiert werden. Ziel eines 2006 durchgeführten Vorprojektes war es, hierfür zunächst die Voraussetzungen zu klären.

Dazu wurden die Anforderungen an Arzneimittelkodierung in ausgewählten Verbünden mit Hilfe von Use Cases spezifiziert. Nach einer Umfrage unter den Forschungsverbünden wurden sieben fakultative und drei obligate Anforderungen erarbeitet, die in Form von fünf Anwendungsfällen spezifiziert werden konnten.

Nachdem unter Zuhilfenahme von Anwendungsfällen definiert werden konnte, wie der Kodierungsprozess sowohl in epidemiologischen als auch in klinischen Studien prinzipiell durchgeführt werden sollte oder bereits wird, wurde die Anwendungstauglichkeit des ATC-Codes im Umfeld der klinischen Forschung geprüft. Wird das Kriterium „Ziel der Kodierung“ an die definierten Anwendungsfälle angelegt, so ergeben sich zwei übergeordnete Modelle, die sich grundsätzlich in ihrer Intention unterscheiden und die sich bei der Fortführung des Hauptprojektes wiederfinden sollten. Zum einen ist ein Informationsmodell zu identifizieren, welches eine Einbindung aller relevanten Informationen der Medikation in übergreifende Prozessabbildungen ermöglicht. Zum anderen könnte kurzfristig ein reines Aggregationsmodell den Anwendungsfall der statistischen Auswertung klinischer Prüfungen sinnvoll unterstützen.

Die bisherigen Ergebnisse des Projekts zeigen, dass der ATC-Code die reine Aggregierung von Medikationsdaten für die Auswertung in klinischen Prüfungen sinnvoll unterstützt. Als Informationsmodell für übergreifende Kommunikationsszenarien und Auswertungen eignet er sich hingegen nicht. Beide Anwendungsszenarien und die bisherigen Projektergebnisse haben auch Eingang in einen übergreifenden Workshop der TMF zur semantischen und terminologischen Harmonisierung der medizinischen Versorgung und Forschung am 29.1.2007 in Berlin gefunden.

Auf der Grundlage der Projektergebnisse ist ein weiterführendes Gespräch mit Vertretern des „Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information“ (DIMDI) geplant. Dabei sind verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung der unterschiedlichen Anwendungsfälle in der medizinischen Forschung zu sondieren.


Projektleiterin

Irmela Stamm
KKS Mainz
Tel.: 0 61 31 / 3 93 46 40
stamm@kks-mainz.de

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