Home
Über uns
Mitglieder
Arbeitsgruppen
Projekte
Produkte
Publikationen
Stellungnahmen
News
Interviews und Namensbeiträge
Newsletter
Presse
Termine
Stellenmarkt
Online-Services
 

 

TELEMED 2007: Nationaler Auftakt zur eHealth week Berlin 2007 erfolgreich

Mehr als 250 Teilnehmer - Veranstalter ziehen positive Bilanz

24.04.2007. Mit über 250 Teilnehmern hat die TELEMED 2007 die Besucherzahlen der Vorjahre und die diesjährigen Erwartungen deutlich übertroffen. Die TELEMED hatte am 16. April 2007 den nationalen Auftakt zur "eHealth week Berlin 2007" gebildet, die im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft vom 16. bis 20. April 2007 in Berlin durchgeführt wurde.

Die Woche bündelte erstmals zentrale Telematikveranstaltungen unter einem Dach: Neben der TELEMED waren dies die eHealth Conference 2007, die Fachmesse ITeG, eine Session der KIS-Tagung sowie der IHE-Connectathon.

 

 

Für die TELEMED, die in diesem Jahr zum zwölften Mal stattfand und damit die älteste eHealth-Veranstaltung in Deutschland ist, war die Eingliederung in die gemeinsame, europäisch ausgerichtete eHealth-Woche – wie für alle beteiligten Teilveranstalter – ein Experiment und Wagnis. "Die Besucher würdigten den Ansatz, die TELEMED vom Parallelbetrieb von Konferenz und Messe zu entkoppeln. Insbesondere hatten so auch interessierte Industrievertreter Gelegenheit, unsere Tagung zu besuchen. Auch die am Dienstag angesetzte Session der Kurzpräsentationen, mit der sich die TELEMED mit der eHelth Conference verzahnte, startete erst nach Ende des eigentlichen Messebetriebs", berichtet Sebastian C. Semler, wissenschaftlicher Geschäftsführer der Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze e.V. (TMF) und Vorsitzender des TELEMED-Programmkomitees. Nach Abschluss der eHealth week Berlin 2007 am 20. April 2007 zogen die TELEMED-Veranstalter – der Berufsverband Medizinischer Informatiker e.V. (BVMI) und die TMF – heute in Berlin eine positive Bilanz.

 

 

Entgegen dem allgemeinen Trend hatte die TELEMED bewusst nicht das Thema "elektronische Gesundheitskarte" (eGK) auf das Programm gesetzt, sondern den Fokus auf die Elektronische Patientenakte (EPA) sowie – in den Kurzpräsentationen am zweiten Tag – auf Gesundheitsportale gelegt. "Das hohe Interesse an dem Programm werten wir als Indiz dafür, dass die Fachcommunity es müde ist, sich um die politisch überfrachtete Einführung des Werkzeugs eGK zu streiten, und dass man sich nun wieder mehr den eigentlichen Anwendungen und deren Nutzeffekten zuwenden möchte", so Semler. "Der koordinierte Aufbau elektronischer Patientenakten, 2004 noch als zentrales Ziel der Politik gleichrangig zur eGK-Einführung behandelt, drohte in den letzten Jahren in den Hintergrund zu geraten."

Die Vorträge zeigten deutlich, dass sich die Entwicklung auf dem Feld der EPA derzeit nicht primär durch spektakuläre konzeptionelle oder technische Neuerungen auszeichnet. Vielmehr steht die Erkenntnis im Vordergrund, dass es nun gelingen muss, aus der Phase der Pilotprojekte den Schritt in die Routineanwendung zu machen und die Erfahrungen sorgfältig auszuwerten. Hierbei gilt es, zwischen den verschiedenen Ansätzen und deren realen Anwendungsfällen zu differenzieren. Es ist zudem dringend erforderlich, die vorhandenen Konzepte und Begriffe auf der Basis pragmatischer Betrachtungen zu bereinigen. Besonders deutlich machte die diesjährige TELEMED, dass es auf dem Gebiet der medizinischen wie der ökonomischen Outcome-Betrachtungen für elektronische Patientenakten große methodische Herausforderungen gibt. Bislang liegen kaum geeignete deutsche Studien vor, deren Ergebnisse langfristig dazu beitragen könnten, die bisherigen Vermutungen über den Nutzen der EPA zu stützen – oder auch zu widerlegen. Übereinstimmend forderten die Experten eine zentrale Koordination und die Priorisierung von EPA-Strukturen.

 

 

Als inhaltliches Highlight der Veranstaltung werteten die Besucher die TELEMED-Abendveranstaltung am 16. April 2007. Key Note-Speaker Peter Waegemann, Direktor des Medical Records Institute (MRI) in Boston (USA) brachte auf den Punkt, was auch die Vorträge des Tages schon andeuteten: Wenn Telematik-Anwendungen einen Nutzen bringen sollen, müssen sie den Anforderungen des konkreten Behandlungsablaufs in der jeweiligen Praxis oder Klinik angepasst werden. Andernfalls wird bei den Ärzten keine Akzeptanz für die neuen technologischen Möglichkeiten zu erreichen sein. Hinsichtlich der allseits geforderten Interoperabilität der Systeme werde man dabei den globalen Ansatz verlassen müssen und stattdessen auf ein Konzept der Workflow-spezifischen Interoperabilität mit dem Ziel der „continuity of care“ umschwenken müssen. Der Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks aus Berlin zeigte anschließend nicht nur, dass juristische Fragestellungen bei aller Ernsthaftigkeit alles andere als trocken sein können, sondern betonte insbesondere, dass eine Kultur für den Umgang mit der EPA in der Hand des Patienten erst noch entstehen muss und dass mit den Entwicklungen in diesem Bereich auch hohe Anforderungen an die Patientenkompetenz einhergehen. In seinem Abschlussvortrag äußerte Prof. Dr. Björn Bergh, Direktor des Zentrums für Informatik und Medizintechnik am Universitätsklinikum Heidelberg, die Vision und Hoffnung, dass der Einsatz der EPA langfristig auch dafür sorgen kann, dass der Arzt wieder mehr Zeit dort verbringen kann, wo seine eigentliche Berufung liegt: beim Patienten.

 

 

Im Rahmen des festlichen Abendempfangs zur eHealth Conference am 17. April 2007 in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen wurde die Preisverleihung zum alljährlichen "TELEMED-Award" vorgenommen. Die Auszeichnung für den besten wissenschaftlichen Vortrag erhielt Prof. Dr. Ulrich Sax von der Georg-August-Universität Göttingen für seinen Beitrag "Auf dem Weg zur individualisierten Medizin – Grid-basierte Services für die EPA der Zukunft". Der Preis für die beste Kurzpräsentation wurde geteilt: Dr. Michael Spitzer vom Klinikum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wurde für seinen Kurzvortrag "Differenzierter Einsatz des telemedizinischen Systems Clearinghouse" ebenso ausgezeichnet wie Dr. Carsten Schultz von der Technischen Universität Berlin für seinen Beitrag "Diskrepanz zwischen den realen Potentialen der Telemedizin und ihrer Wahrnehmung in der Ärzteschaft – Klinische Erfahrungen und empirische Befunde". Die beiden Preise sind mit jeweils 750 € dotiert und werden zu gleichen Teilen vom BVMI und von der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitstelematik e.V. (DGG) gestiftet.

 

 

Der TELEMED sind in diesem Jahr erste Schritte gelungen auf dem Weg, die Ärzteschaft stärker zu adressieren und ein Austauschforum zwischen Telemedizin und Anwendern zu bieten: Das Grußwort zur diesjährigen TELEMED sprach Dr. Günter Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin. Jonitz forderte mit Nachdruck die stärkere Einbeziehung der Ärzteschaft in regionale und nationale eHealth-Strategien und befürwortete künftig eine enge Kooperation der TELEMED mit der Berliner Ärztekammer. Außerdem wurde die Veranstaltung erstmals auch mit acht ärztlichen Fortbildungspunkten zertifiziert.

Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der TELEMED im vergangenen Jahr ist zur eHealth week Berlin 2007 eine Jubiläums-CD produziert worden, die alle Programme und Originalbeiträge der TELEMED von 1996 bis 2007 enthält. Mit dieser Sammlung und einem begleitenden Artikel zur Historie der TELEMED zeichnet die CD auch die Entwicklung der Telemedizin in den vergangenen zehn Jahren und ein Stück Geschichte der Medizininformatik in Deutschland nach.

Weitere Fotos von der TELEMED 2007:

  1. Fotogalerie der TELEMED 2007


Weitere Informationen zur TELEMED 2007:

 

  1. TELEMED-Website
  2. Programm, Beiträge & Präsentationsfolien der TELEMED 2007
  1. Presse: Artikel im Deutschen Ärzteblatt "telemed 2007: Warnung vor dem Schnittstellenchaos" (H.E.Krüger-Brand)
  2. Presse: Artikel in Management & Krankenhaus "Besucherrekord" (Steyer/Semler)
  1. Artikel "Historie der TELEMED 1996 - 2007" (S. C. Semler) [PDF, 1,99 MB]

 

  1. TELEMED 2007 - Programmflyer [PDF, 824 kb]

 

Weitere Informationen zur eHealth week Berlin 2007:

  1. Webseite der eHealth week Berlin 2007
  2. Programmheft der eHealth week Berlin 2007 [PDF, 2,8 MB]
  3. Fotogalerie und Präsentationen der eHealth week Berlin 2007
  4. Special Interest Session "HealthGrid" (Ausrichter: MediGRID)

 


News Archiv

Juli 2020 (2)

Juni 2020 (2)

Mai 2020 (2)

April 2020 (4)

März 2020 (4)

Februar 2020 (3)

Januar 2020 (1)

Dezember 2019 (3)

November 2019 (5)

Oktober 2019 (3)

September 2019 (8)

August 2019 (2)

Juli 2019 (4)

Juni 2019 (4)

Mai 2019 (5)

April 2019 (3)

März 2019 (5)

Februar 2019 (2)

Januar 2019 (2)

Dezember 2018 (6)

November 2018 (5)

Oktober 2018 (9)

September 2018 (5)

August 2018 (3)

Juli 2018 (2)

Juni 2018 (7)

Mai 2018 (1)

April 2018 (1)

März 2018 (7)

Februar 2018 (2)

Januar 2018 (7)

Dezember 2017 (6)

November 2017 (2)

Oktober 2017 (3)

September 2017 (4)

August 2017 (1)

Juli 2017 (8)

Juni 2017 (9)

Mai 2017 (4)

April 2017 (2)

März 2017 (5)

Februar 2017 (2)

Januar 2017 (4)

Dezember 2016 (8)

November 2016 (5)

Oktober 2016 (4)

September 2016 (7)

August 2016 (5)

Juli 2016 (8)

Juni 2016 (5)

Mai 2016 (3)

April 2016 (11)

März 2016 (5)

Februar 2016 (3)

Januar 2016 (8)

Dezember 2015 (6)

November 2015 (3)

Oktober 2015 (8)

September 2015 (5)

August 2015 (4)

Juli 2015 (7)

Juni 2015 (7)

Mai 2015 (5)

April 2015 (2)

März 2015 (6)

Februar 2015 (7)

Januar 2015 (8)

Dezember 2014 (6)

November 2014 (9)

Oktober 2014 (10)

September 2014 (3)

Juli 2014 (6)

Juni 2014 (5)

Mai 2014 (4)

April 2014 (8)

März 2014 (8)

Februar 2014 (6)

Januar 2014 (7)

Dezember 2013 (8)

November 2013 (6)

Oktober 2013 (5)

September 2013 (10)

August 2013 (4)

Juli 2013 (8)

Juni 2013 (7)

Mai 2013 (4)

April 2013 (9)

März 2013 (9)

Februar 2013 (5)

Januar 2013 (5)

Dezember 2012 (7)

November 2012 (5)

Oktober 2012 (5)

September 2012 (5)

August 2012 (3)

Juli 2012 (4)

Juni 2012 (4)

Mai 2012 (3)

April 2012 (3)

März 2012 (5)

Januar 2012 (7)

Dezember 2011 (2)

November 2011 (8)

Oktober 2011 (10)

September 2011 (2)

August 2011 (5)

Juli 2011 (3)

Juni 2011 (5)

Mai 2011 (8)

April 2011 (4)

März 2011 (5)

Februar 2011 (3)

Januar 2011 (5)

Dezember 2010 (3)

November 2010 (3)

Oktober 2010 (5)

September 2010 (9)

August 2010 (5)

Juli 2010 (6)

Juni 2010 (12)

Mai 2010 (3)

April 2010 (4)

März 2010 (4)

Februar 2010 (4)

Januar 2010 (1)

Dezember 2009 (1)

November 2009 (1)

Oktober 2009 (5)

September 2009 (8)

August 2009 (1)

Juli 2009 (8)

Juni 2009 (6)

Mai 2009 (2)

April 2009 (6)

März 2009 (5)

Februar 2009 (4)

Januar 2009 (2)

Dezember 2008 (3)

November 2008 (6)

Oktober 2008 (3)

September 2008 (5)

August 2008 (3)

Juli 2008 (5)

Juni 2008 (4)

Mai 2008 (3)

April 2008 (6)

März 2008 (3)

Februar 2008 (1)

Januar 2008 (2)

Dezember 2007 (2)

November 2007 (4)

Oktober 2007 (4)

September 2007 (5)

Juni 2007 (2)

Mai 2007 (1)

April 2007 (6)

Januar 2007 (1)

Dezember 2006 (8)

November 2006 (4)

Oktober 2006 (1)

September 2006 (4)

August 2006 (1)

Juli 2006 (1)

Juni 2006 (3)

Mai 2006 (1)

April 2006 (3)

März 2006 (1)

Februar 2006 (1)

Januar 2006 (2)

Dezember 2005 (3)

November 2005 (1)

Oktober 2005 (1)

September 2005 (2)

August 2005 (2)

Juli 2005 (3)

Juni 2005 (2)

April 2005 (4)

November 2004 (1)

Oktober 2004 (1)

September 2004 (1)

August 2004 (1)

Juni 2004 (2)

Mai 2004 (1)

Presseschau

Termine

4. TMF-Sitzungswoche 2020 (Berlin)

14.09.2020 - 17.09.2020



MDR-Symposium (Online)

30.09.2020




Interviews

Aus der Krise lernen: Die Digitalisierung in der medizinischen Forschung nachhaltig gestalten

Meinungsbeitrag von Sebastian C. Semler im Handelsblatt Digital Health


 
© TMF e.V. Glossar     Datenschutzhinweis     Info an den Webmaster     Seite drucken      Seitenanfang