Arbeitsgruppe IT-Infrastruktur und Qualitätsmanagement (AG IT-QM)
Arbeitsabläufe unterstützen und Qualität sichern
Informationstechnologie ist heute eine notwendige Arbeitsgrundlage für wissenschaftliches Arbeiten. Besonders in vernetzten Strukturen ist es notwendig, IT-basierte Tools zur Kollaboration zu entwickeln und zu nutzen. Hauptanliegen der Arbeitsgruppe IT-Infrastruktur und Qualitätsmanagement (ITQM) ist es, die Arbeitsabläufe in medizinischen Verbundforschungsprojekten zu unterstützen und zu einer hohen Qualität der Prozesse und Ergebnisse beizutragen.
Dabei geht es zum einen darum, die IT-Infrastruktur für die Durchführung klinischer Studien auszubauen – von der Analyse und Modellierung der Arbeitsprozesse, über die Arzneimittelkodierung und das Management von Nebenwirkungsmeldungen sowie die Erstellung standardisierter Auswertungen und Reports bis hin zur rechtssicheren und eventuell elektronischen Archivierung aller relevanten Unterlagen. Zum anderen werden auch Themen jenseits klinischer Studien behandelt, beispielsweise der Aufbau einer IT-Infrastruktur zur Entwicklung und Aktualisierung von Leitlinien oder auch die Nutzung aktueller Web-Technologien zur Darstellung medizinischer Forschungseinrichtungen und ihrer qualitätsgesicherten, medizinischen Inhalte.
2009 stand besonders die Analyse der aktuellen Situation zur IT-Unterstützung für klinische Studien, Register und Biomaterialbanken im Fokus, die im Rahmen eines TMF-Projektes zu einer übergreifenden IT-Strategie entwickelt wurde.Intensiv war die Arbeitsgruppe 2009 in die Entwicklung und Betreuung von Projektvorschlägen eingebunden, die zur Einreichung in der BMBF-Ausschreibung zur „Entwicklung von Instrumenten und Methoden für die patientenorientierte medizinische Forschung“ vorbereitet wurden. Der Großteil der Anträge wurde aus dem Kreis der Arbeitsgruppen-Mitglieder heraus initiiert, darüber hinaus nutzten jedoch auch Antragsteller, deren Institutionen noch nicht direkt in die TMF eingebunden sind, die Beratungskompetenz der Arbeitsgruppe.
Diskutiert wurden dabei unter anderem Vorschläge zum Aufbau einer Bibliothek von Metadaten für klinische und epidemiologische Studien (Metadata Repository), zur Entwicklung einer statistischen Software, die notwendige Designänderungen im Verlauf einer Studie ermöglicht, ohne die Aussagekraft der Studie einzuschränken (CRP-Tool) oder zu den Möglichkeiten der Nutzung des in Krankenhausinformationssystemen vorhandenen Datenbestandes, um gezielt Patienten für klinische Studien rekrutieren zu können (KIS-basierte Unterstützung der Patientenrekrutierung). Wesentlich waren auch die Beratungen für ein Projekt zum Aufbau eines Registerportals, das die TMF gemeinsam mit dem Deutschen Netzwerk für Versorgungsforschung (DNVF) entwickelt hat. Weiterhin wurde ein Antrag zur Standardisierung und Weiterentwicklung elektronischer Tagebücher für die klinische Forschung vorbereitet. Solche „e-diaries“ tragen dazu bei die Verzerrung von Symptomberichten zu vermeiden, die bei rückblickender Erfassung unvermeidlich ist, und ermöglichen die Symptomerfassung in Echtzeit.
Beratende Funktion hatte die Arbeitsgruppe bei einem externen Antrag aus dem Umfeld der Patientenselbsthilfe, bei dem es darum geht, eine Softwareplattform für Patientenregister aufzubauen. Es soll eine Toolbox für Patientenregister zur Verfügung gestellt werden, die es insbesondere den Selbsthilfeorganisationen im Bereich der seltenen Erkrankungen ermöglichen soll, Patientendaten auf höchstem wissenschaftlichen wie datenschutzrechtlichem Niveau zu sammeln und verfügbar zu machen, um so dringend benötigte Forschung anzustoßen, voranzutreiben und finanzierbar zu machen.
- Infoblatt zur AG IT-QM [pdf]
(Letzte Aktualisierung: 29.09.2010)

Sprecher
Prof. Dr. Ulrich Sax
Kompetenznetz Angeborene Herzfehler
Universitätsmedizin Göttingen
Tel.: 05 51 / 39 82 27
E-Mail

Stellvertreter
Prof. Dr. Jürgen Stausberg
Kompetenznetz Hepatitis
Institut für Medizinische Informationsverarbeitung,
Biometrie und Epidemiologie (IBE)
LMU München
Tel.: 0 89 / 70 95 44 81
E-Mail
Ansprechpartner in der Geschäftsstelle
Johannes Drepper
Tel.: 030 / 31 01 19 53
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