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(Letzte Aktualisierung: 13.05.14)

D023-01 KIS-Rekrutierung

KIS-basierte Unterstützung der Patientenrekrutierung in klinischen Studien

[Drittmittelprojekt | abgeschlossen] Das Hauptziel dieses Vorhabens bestand in der Entwicklung, prototypischen Implementation und Evaluation einer Architektur für die KIS-basierte Unterstützung der Patientenrekrutierung in klinischen Studien.

  1.  zur Produktseite des KIS-Rek-Projektes

Evaluiert werden sollten insbesondere der Implementationsaufwand und der tatsächliche Nutzen für die Patientenrekrutierung.

Dieses Verfahren soll möglichst breit eingesetzt werden können; daher wurden fünf deutsche KIS-Umgebungen ausgewählt, die in Ihrer Breite fast alle Szenarien verschiedener Produktkombinationen an deutschen Universitätskliniken beispielhaft abdecken:

  • Düsseldorf: Siemens medico//s als PDV und Siemens medico//s als KAS
    (Projektpartner: Prof. Christian Ohmann)
  • Erlangen: SAP i.s.h. als PDV, Siemens Soarian als KAS
    (Projektpartner: Prof. Hans-Ulrich Prokosch)
  • Heidelberg: SAP i.s.h. als PDV und Siemens i.s.h.med als KAS
    (Projektpartner: Prof. Björn Bergh)
  • Gießen: Agfa ORBIS als PDV, Eigenentwicklung als KAS
    (Projektpartner: Dr. Rainer Röhrig)
  • Münster: Siemens medico//s als PDV und Agfa ORBIS als KAS
    (Projektpartner: Prof. Martin Dugas)
  • Um den Aufwand der Umsetzung der KIS-basierten Unterstützung von klinischen Forschungsvorhaben in nicht-universitären Einrichtungen darstellen zu können, soll im Rahmen des Brustzentrums Münster (Sprecher und Gesamtkoordinator Prof. Dr. med. Jörg Haier) das St. Franziskus-Hospital Münster (ORBIS als KAS) einbezogen werden.

Hierbei sind alle technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen der jeweiligen KISUmgebung zu berücksichtigen. Darüber hinaus wurde für jede dieser KIS-Umgebungen ein Architektur-Ansatz erarbeitet werden, der beschreibt, wie in dieser Umgebung Komponenten zur Unterstützung der Patientenrekrutierung eingebunden werden könnten. Daraus wurde dann ein möglichst generelles, unterschiedliche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen berücksichtigendes Architekturmodell erarbeitet. Dadurch sollte insgesamt die Grundlage für eine breite Nutzung von KIS-Daten zur Unterstützung der Patientenrekrutierung für die klinische Forschung an deutschen Universitätskliniken geschaffen bzw. eine Empfehlung für zukünftig noch notwendige Aktivitäten zur Schaffung der erforderlichen Rahmenbedingungen abgegeben werden.

Folgende Fragestellungen wurden bearbeitet:

  • Auf welche Werkzeuge/APIs/Systemkomponenten mit welchem Funktionsumfang können die deutschen Universitätskliniken in Ihren KIS-Umgebungen zurückgreifen, um für klinische Studien geeignete Patienten zu identifizieren?
  • Bieten die großen an deutschen Universitätskliniken genutzten KAS (Klinische Arbeitsplatzsysteme) Funktionen, mit denen man den Dokumentationsprozess und  Workflow im Rahmen der Patientenrekrutierung unterstützen könnte (z.B. über Arbeitslisten für Studiensekretariate)?
  • Bieten die großen an deutschen Universitätskliniken genutzten KAS geeignete APIs, mittels derer man externe Komponenten in diese Umgebungen integrieren kann, die den Dokumentationsprozess und Workflow im Rahmen der Patientenrekrutierung unterstützen?
  • Bietet ein Kommunikationsserver die Möglichkeit, durch Analyse der übermittelten Nachrichten den Dokumentationsprozess und Workflow im Rahmen der Patientenrekrutierung zu unterstützen?
  • Bieten Data Warehouse-Anwendungen Werkzeuge, mit denen Patienten zeitnah für eine Studienrekrutierung identifiziert werden können, und wie müssten Zusatzkomponenten aussehen, die in Verbindung mit dem DWH eine Unterstützung des  Dokumentationsprozesses und der Workflows zur Patientenrekrutierung unterstützen würden?
  • In welchem Umfang ist der in den KIS-Umgebungen verfügbare Routinedatenbestand (evtl. verteilt über mehrere klinische Informationssysteme) geeignet, um Patienten anhand der jeweiligen Einschluss-/ Ausschlusskriterien zu analysieren bezüglich der Eignung für laufende Studien?
  • Lässt sich eine allgemeine KIS-Architektur beschreiben, in der – unabhängig von einzelnen klinischen Softwareprodukten – Komponenten zur Unterstützung der Patientenrekrutierung eingebunden sind? Wie kann aus einer solchen generellen KIS-Architektur für eine zukünftige Implementierung in einem bestimmten deutschen Universitätsklinikum mit möglichst geringem Aufwand eine optimale Implementierungsstrategie abgeleitet werden?
  • Gibt es Anforderungen, die an die großen Hersteller von KAS und Kommunikationsservern zu stellen sind, damit zukünftig eine Integration von Komponenten zur Unterstützung der
  • Patientenrekrutierung in die KIS-Umgebungen der deutschen Universitätskliniken besser realisierbar ist als heute?
  • Wie hoch ist der Implementierungsaufwand für KIS-basierte Unterstützung der Patientenrekrutierung einer konkreten Studie in Abhängigkeit vom verfügbaren KIS?
  • Sind die Ergebnisse der Münsteraner Pilotstudie – bis zu 40% Steigerung der Patientenrekrutierung – auch an anderen Standorten umsetzbar?
  • Welche Arten von Studien sind für eine KIS-unterstützte Patientenrekrutierung besonders geeignet?

  1. Pressemitteilung vom 20.07.2010 zum Start des Projektes

Förderer

Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

Projektzeitraum

2010-2013

 

Budget

Gesamtbudget: 426.383 €

TMF-Anteil: 43.488 €

 

Projektleitung

Prof. Dr. Martin Dugas

Institut für Medizinische Informatik
Universitätsklinikum
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Tel. 0251 / 83 55 26 2
E-Mail

Administrative Projektkoordination

Dr. Johannes Drepper
Geschäftsstelle TMF e.V.
Tel. 030 / 220 02 47 40
E-Mail


Workshop zur KIS-basierten Rekrutierung

 
Die Teilnehmer
des Workshops zur KIS-basierten 
Rekrutierung in Berlin
Am 4.4.2011 wurde im Rahmen der Satellitenveranstaltungen zur conhIT
2011 mit der Projektgruppe "Nutzung von elektronischen Patientenakten
für die klinische Forschung" der GMDS ein Workshop gemeinsam mit
Vertretern der Softwareindustrie und forschender Arzneimittelhersteller
durchgeführt. Im Rahmen des Workshops wurde deutlich, was mit heutigen technischen Mitteln an Rekrutierungsunterstützung für klinische Studien
im stationären Versorgungsbereich bereits möglich ist. Andererseits wurde
auch intensiv über Weiterentwicklungsbedarf diskutiert, zu dem das 
Projekt ausführliche und standortübergreifend abgestimmte Vorschläge
ausarbeiten wird.

 

V.l.n. r. Pierre Yves Lastic (Sanofi Aventis) und Sebastian Claudius Semler (TMF e.V.) im Gespräch.

Programmflyer und Folien

Ergebnisse

Folgende Ergebnisse aus dem Projekt stehen als Produkt frei zur Verfügung (weitere Produkte finden Sie in der Produktübersicht):

Architektur für die Patientenrekrutierung aus Krankenhausinformationssystemen (KIS)

Konzept und Architektur für die Nutzung von KIS-Daten  zur Patientenrekrutierung für klinische Studien

Architektur für die KIS-basierte Unterstützung der Patientenrekrutierung in klinischen Studien, die von Forschern aus fünf Universitätskliniken unter Koordination der TMF gemeinsam entwickelt, prototypisch implementiert und evaluiert wurde. Dabei wurden insbesondere auch der Implementationsaufwand und der tatsächliche Nutzen für die Patientenrekrutierung bewertet. Mit allen gängigen deutschen KIS-Systemen konnte eine gleichartige Lösung für die e-Rekrutierung erarbeitet und erfolgreich eingesetzt werden. Das Konzept wird öffentlich bereitgestellt, an den fünf Standorten stehen jeweils Ansprechpartner zur Verfügung, die Interessenten an anderen Standorten hinsichtlich der jeweils eingesetzten KIS gerne beraten. Ein Youtube-Video erläutert das Konzept.

 

In den folgenden Veröffentlichungen finden Sie detaillierte Darstellungen der Projektergebnisse:

  • Köpcke, F., Trinczek, B., Majeed, R. W., et al. (2013). Evaluation of data completeness in the electronic health record for the purpose of patient recruitment into clinical trials: a retrospective analysis of element presence. [Research Support, Non-U.S. Gov't]. BMC Med Inform Decis Mak, 13, 37. doi: 10.1186/1472-6947-13-37
  • Trinczek, B., Köpcke, F., Leusch, T., et al. (2014). Design and multicentric Implementation of a generic Software Architecture for Patient Recruitment Systems re-using existing HIS tools and Routine Patient Data. Applied Clinical Informatics, 5(1), 264-283. doi: 10.4338/ACI-2013-07-RA-004

Download  |  URL  |  ©  |  Produkt-Nr. P100401

Termine

Workshop tranSMART (Berlin)

05.08.2016



Europe Biobank Week (Wien)

13.09.2016 - 16.09.2016




Interviews

„Alle, die mit medizinischen Daten umgehen, müssen sich des Reidentifikations­potenzials bewusst sein.“

Prof. Dr. Klaus Pommerening und Dr. Fabian Prasser im Interview zur Anonymisierung in der medizinischen Forschung und zum TMF-Workshop „ANONTrain“


 
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