Drittmittelprojekt

4C4MII – Medizininformatik-Struktur: Coordination, Communication, Consultation, Convergence for the Medical Informatics Initiative

Das Projekt 4C4MII umfasst die Aktivitäten der Koordinationsstelle in der Medizininformatik-Initiative (MII) in der neuen Förderphase und knüpft damit nahtlos an das Vorgängerprojekt MII 81-01 an, dessen Laufzeit am 30.06.2023 endete. 

Laufendes Projekt
IT-Infrastruktur
Kommunikation & Stakeholder Engagement
Medizininformatik-Initiative

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Seit 2016 organisiert und unterstützt die TMF gemeinsam mit dem Medizinischen Fakultätentag (MFT) und dem Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) die Begleitstruktur der Medizininformatik-Initiative (MII) des BMFTR. Die TMF leitet die Koordinationsstelle der MII. In den Räumen der TMF arbeitet das MII-Team und finden die Präsenztermine der Gremien statt. Dies ermöglicht eine enge Verzahnung mit den Aktivitäten der TMF als Dachorganisation für IT-Infrastrukturen und Forschungsdatenmanagement in der Medizin. Das Projekt 4C4MII umfasst die Aktivitäten der MII-Koordinationsstelle in der Ausbau- und Erweiterungsphase und knüpft damit nahtlos an das Vorgängerprojekt MII 81-02 an. Es ist weiterhin auf die konsortiumsübergreifenden Prozesse und Funktionen ausgerichtet, die für den Betrieb und das Funktionieren der Forschungsdateninfrastruktur sowie die Weiterentwicklung der zentralen Infrastrukturen erforderlich sind.

TMF, MFT und VUD übernehmen dazu im Rahmen der MII-Koordinationsstelle die Koordinierung des Nationalen Steuerungsgremiums (NSG), des Hauptausschusses (HA), des Forums der DIZ-Leitungen, der Modul-2b-Projekte sowie der Arbeitsgruppen (AG) und Taskforces (TF), um konsortienübergreifende Arbeiten und Abstimmungen zu ermöglichen.

Zusätzlich zu den Koordinierungsaufgaben in der MII und ihren Gremien unterstützen TMF, MFT und VUD aktiv die Weiterentwicklung des Deutschen Forschungsdatenportals für Gesundheit (FDPG), der Datenintegrationszentren (DIZ), des Datenmanagements bzw. der Prozesse und Strukturen zur Nutzung von Versorgungsdaten aus den beteiligten Standorten und der dafür erforderlichen Verträge und Regelungen.

Zu den Hauptaufgaben der laufenden Förderphase gehört die Verbesserung der Nutzerorientierung. Zu diesem Zweck soll der Kontakt zu Ärztinnen, Ärzten, Forschenden und anderen Beteiligten intensiviert werden, um deren Feedback einzuholen. Weitere Schwerpunkte bilden die Themen Kommunikation und Patientenbeteiligung, um den Bekanntheitsgrad der von der MII aufgebauten Forschungsdateninfrastruktur und insbesondere des FDPG mit seinen Angeboten innerhalb der medizinischen und wissenschaftlichen Gemeinschaft zu verbessern. Außerdem stimmt sich 4C4MII mit anderen Initiativen wie dem NUM und der NFDI ab.

 

Aktivitäten und Fortschritt 2023

  • Durchführung erster regulärer Daten­nutzungs­projekte unter Nutzung der Infrastruktur
  • Anpassung der Projektstruktur und der Geschäftsordnung für die neue Förderphase
  • Erarbeitung von Themen- bzw. AG-bezogenen Roadmaps und Definition von Meilensteinen
  • Einführung eines Ticketing-Werkzeugs zur Dokumentation und Nachverfolgung von Aufgaben 

 

Aktivitäten und Fortschritt 2024

  • Durchführung regulärer Datennutzungsprojekte unter Nutzung der Infrastruktur, neben dezentralen Analysen erstmalig Durchführung einer zentralen Analyse mit Daten auf Grundlage des Broad Consent
  • Aktualisierung von themen- bzw. AG-bezogenen Roadmaps und Definition von Meilensteinen für das Jahr 2024
  • Optimierung der bestehenden Module des MII-Kerndatensatzes und Entwicklung sowie Umsetzung von Erweiterungsmodulen des MII-Kerndatensatzes an den DIZ
  • Umsetzung von Anforderungen aus neuen Use Cases (Modul-3-Projekte) in ausgewählten Modulen des MII-Kerndatensatzes (KDS-Module)
  • Abstimmung und Umsetzung einer Planung zur Anpassung von bestehenden und Umsetzung neuer KDS-Module in den DIZ (Releaseplanung)
  • Umsetzung einer Karte auf der Webseite des FDPG, die für potenzielle Antragstellende den Umsetzungsstatus von KDS-Modulen und damit die grundsätzliche Verfügbarkeit von Daten an den Standorten anzeigt
  • Entwicklung eines Werkzeugs, mit dem für ausgewählte Daten automatisiert ein Skript zur Extraktion von Daten generiert wird, das von den DIZ verwendet werden kann (MII-Projekt FDPG+, Datenselektions- und Extraktions-Tool)
  • standortübergreifende Darstellung der geplanten Umsetzung von KDS-Modulen bis Ende 2026
  • Aktualisierung des Vertragswerkes der MII, u. a. des Teilnahmerahmenvertrags, der die Zusammenarbeit der an der Infrastruktur beteiligten Standorte regelt, des Nutzungsvertrags, der die Beziehung zwischen den Standorten und den Nutzenden regelt, sowie der Nutzungsordnung
  • Dokumentation großer Teile der Infrastruktur in einem Architekturmodell sowie Aktualisierung oder erstmalige Fertigstellung von Prozessmodellen
  • Fertigstellung einer Beschreibung für die Integration neuer DIZ in die Infrastruktur (DIZ-Onboarding-Konzept)
  • Durchführung des MII-Symposiums

 

Aktivitäten und Fortschritt 2025

  • Durchführung von Datennutzungsprojekten (zentrale und dezentrale Analysen zur Ausleitung und Bereitstellung von Daten oder Analyseergebnissen an Antragstellende bzw. Nutzende)
  • Erprobung einer verteilten Analyse mit DataSHIELD
  • Beginn mit der Durchführung eines Projektes auf der Grundlage von OMOP-Daten
  • Durchführung eines Datennutzungsprojektes auf Grundlage des Gesundheitsdatennutzungsgesetzes (GDNG)
  • nutzerorientierte Verbesserung von Prozessen, Strukturen sowie der Datenqualität innerhalb der von der MII aufgebauten Forschungsdateninfrastruktur
  • Umsetzung von Anforderungen aus weiteren Use-Cases (Modul-3-Projekte) in ausgewählten Modulen des MII-Kerndatensatzes
  • Verbesserung der Dokumentation der von der MII aufgebauten Forschungsdateninfrastruktur
  • Prüfung und Umsetzung von Möglichkeiten zur Konvergenz der von der MII und NUM aufgebauten Infrastrukturen

 

Ausblick 2026

  • Aktualisierung des Datenschutzkonzeptes, u. a. zur Erprobung von Datennutzungsprojekten mit Record Linkage
  • Durchführung von möglichst vielen Datennutzungsprojekten
  • Konzipierung und Umsetzung eines Abrechnungsprozesses für Datennutzungsprojekte (Geschäftsmodell)
  • Fortführungskonzepte für Arbeitsstrukturen und Infrastrukturkomponenten für einen nachhaltigen Betrieb nach Auslaufen der Medizininformatik-Initiative-Förderung
  • Einbindung von Daten der Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit in die geschaffenen Strukturen für sektorübergreifende Forschungsvorhaben

 

D081-04 4C4MII (Ausbau- und Erweiterungsphase)

Projektleitung: Sebastian C. Semler (TMF)
Projektzeitraum: 07/23 – 06/27 (Ausbau- und Erweiterungsphase)
Fördersumme (Anteil TMF): 7.967.073 €
Förderer: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Förderkennzeichen: 01ZZ2305A