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Auftakt „Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen“

Heute ist die „Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen“ gestartet. Initiiert wurde sie mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung bei postinfektiösen Erkrankungen zu verbessern.

Frau Dorothee Bär schaut frontal in die Kamera

Dorothee Bär, MdB, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. © Bundesregierung/Steffen Kugler

Heute hat die „Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen“ offiziell begonnen. Ausgerufen wurde sie von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär. Zu den Partnern der Dekade gehört das Bundesministerium für Gesundheit. Ziel der Dekade ist unter anderem der Aufbau einer umfangreichen Datenbasis zu postinfektiösen Erkrankungen.

Allein in Deutschland sind rund 1,5 Millionen Menschen von postinfektiösen Erkrankungen betroffen mit oft schwerwiegenden Folgen, die bis zur Berufsunfähigkeit reichen können. Um die gesundheitliche Versorgung von Patientinnen und Patienten zu verbessern und die Forschung zu diesen Krankheitsbildern voranzubringen, sind in den vergangenen Monaten verschiedene Initiativen ins Leben gerufen worden. So startete heute die „Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. In Rahmen der Dekade werden 500 Millionen Euro für die Forschung zu postinfektiösen Erkrankungen zur Verfügung gestellt. Zahlreiche Partner sind integriert, unter anderem das Bundesministerium für Gesundheit.

Zu den Maßnahmen der „Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen“ gehören etwa zusätzliche Förderungen von Forschungsprojekten, u.a. in den Bereichen Pathophysiologie und Immunologie, Diagnostik und Biomarker, Neurologie / Psychische Gesundheit, Langzeitfolgen ME/CFS.

In einer gemeinsamen Erklärung werden die zentralen Maßnahmen der Dekade vorgestellt. Sie beinhalten unter anderem den Aufbau einer umfangreichen Datenbasis, die Stärkung von klinischen Studien und den Aufbau von trans- und interdisziplinären Projektverbünden.

Frau Augustin trägt am LongCARE Symposium die 3. Session vor.

1. LongCARE-Symposium: Julia Augustin, Long COVID Deutschland, hält einen Vortrag. © TMF e.V. / Volkmar Otto

Zusammenarbeit der Ministerien

Im vergangenen November hatten das Bundesministerium für Gesundheit sowie das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt die „Allianz postinfektiöse Erkrankungen: Long COVID und ME/CFS“ ins Leben gerufen. Diese hatte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken erneut auf dem 1. LongCARE-Symposium am 22. Januar 2026 im Berliner bcc vorgestellt und in ihrem Grußwort erklärt, dass die Herausforderungen bei postinfektiösen Erkrankungen und der Versorgung Betroffener nach wie vor groß seien. „Wir lassen die Betroffenen nicht allein“, hatte Nina Warken betont und auf die Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt in der „Allianz postinfektiöser Erkrankungen“ hingewiesen.

Das LongCARE-Symposium fand im Rahmen der Convention des Netzwerkes Universitätsmedizin (NUM) statt. Auf dem Symposium präsentierten über 30 Forschungsprojekte ihre Arbeiten zu den Themen Long COVID, Post COVID sowie ME/CFS bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, die im Rahmen des Förderschwerpunktes zu den genannten Erkrankungen vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) seit 2024 gefördert werden. Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus weiteren Projekten, die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie über den Innovationsfonds gefördert werden, nahmen engagiert am Austausch teil.

Über die TMF e.V.

Über die TMF e.V.

Die TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. steht für Forschung, Vernetzung und Digitalisierung in der Medizin. Sie ist die Dachorganisation der medizinischen Verbundforschung in Deutschland, im Rahmen derer Spitzenforscherinnen und -forscher Wissen austauschen, gemeinsam Ideen und Konzepte entwickeln und so die Zukunft der medizinischen Forschung im digitalen Zeitalter gestalten.

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