Visionäre der Gesundheit: Was KI-Reallabore und verknüpfte Gesundheitsdaten jetzt möglich machen
V. l. n. r.: Sebastian C. Semler, TMF-Geschäftsführer, und Christoph Wagenblast, juristischer Referent im Bundesministerium für Gesundheit. © TMF e.V.
In dieser Folge von Visionäre der Gesundheit fragt Inga Bergen, Expertin für KI und Digital Health und eine der führenden Stimmen für die Zukunft des Gesundheitswesens, warum Deutschland bei der Nutzung medizinischer Daten hinter Skandinavien zurückliegt. Semler erklärt, dass nicht das Datenschutzrecht den Unterschied macht, sondern die fehlende Verknüpfbarkeit von Fallverläufen über Sektoren hinweg, die ein einheitliches Pseudonym künftig herstellen soll. Bei den KI-Reallaboren betont er das regulatorische Lernen, während die geplante Regelung zunächst nur den Kassen offensteht. Den Erfolg misst er daran, ob Patienten über die ePA einen bruchfreieren Behandlungsprozess erleben.
Reallabore können mehr sein als geschützte Räume für Innovation: Sie bieten die Möglichkeit, unter vereinfachten regulatorischen Rahmenbedingungen zeitlich begrenzt neue Ansätze zu erproben und dabei auch zu lernen, wie Regulierung künftig besser funktionieren kann. "Das finde ich ausgesprochen sympathisch", betont Semler.
Eine hörenswerte Folge über Reallabore, EHDS, verknüpfte Gesundheitsdaten und die Frage, wie aus neuen regulatorischen Möglichkeiten am Ende bessere Forschung und Versorgung entstehen können.
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