BMFTR-Richtlinie: Förderung von Projekten zur Stärkung der geschlechtersensiblen präklinischen Forschung
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat eine Förderrichtlinie veröffentlicht, deren Ziel es ist, die präklinische Forschung zu Krankheitsmechanismen sowie zu Diagnose- und Therapieentwicklung geschlechtersensibel zu gestalten. Die Erkenntnisse sollen eine verlässliche Evidenzbasis für die weitere Entwicklung entlang der Translationskette bilden und zukünftig zu einer verbesserten medizinischen Versorgung aller Geschlechter beitragen.
Der medizinische Fortschritt hat umfangreiche Erkenntnisse zu Entstehungsmechanismen verschiedener Erkrankungen sowie zu entsprechenden Diagnose- und Therapiemöglichkeiten hervorgebracht. Gleichzeitig werden dabei physiologische Unterschiede zwischen den biologischen Geschlechtern oft nicht beziehungsweise nicht systematisch berücksichtigt. Damit fehlt für viele Erkrankungen die wissenschaftliche Evidenz für eine geschlechtersensible Medizin.
Zweck der Fördermaßnahme ist die Förderung von präklinischen Forschungsprojekten, die einen Erkenntnisgewinn zu möglichen Geschlechtsunterschieden in Krankheitsmechanismen liefern sowie die Entwicklung von neuen geschlechtersensiblen Diagnose- und Therapieansätzen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern deutlich voranbringen. Aus den Arbeitsergebnissen lassen sich Ansatzpunkte für eine anschließende translationale Forschung ableiten. Zudem soll ein übergreifendes Koordinations- und Translationsprojekt die Vernetzung und den Austausch unter den geförderten Projekten stärken.
Quelle: Bekanntmachung des BMFTR, Bundesanzeiger vom 27.10.2026
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Auszüge aus Originaltext wiedergegeben; Text redaktionell gekürzt.
Beiträge zur Mitgliedschaft in der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF e. V., siehe "Mitglied werden") sind im Rahmen dieser Förderrichtlinien zuwendungsfähig, wenn die TMF-Mitgliedschaft dem Projektfortschritt und damit der Zielerreichung dieses Projekts dient.
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