Kongress & Tagung

Registertage 2026

Medizinische Register: vom Kosten- zum Erfolgsfaktor für eine evidenz­basierte Versorgung

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Berlin, Kaiserin-Friedrich-Stiftung
Grafisches Banner für die Veranstaltung ‚Registertage 2026‘. Rechts steht der Text ‚Registertage 2026 – 17.–18. Juni 2026 | Berlin‘ in violetter Schrift auf hellem Hintergrund. Links sind abstrakte, ineinanderfließende Formen in verschiedenen Violett- und Pinktönen zu sehen.

Die Registertage 2026 am 17. und 18. Juni in Berlin stehen unter dem Motto "Medizinische Register: vom Kosten- zum Erfolgsfaktor für eine evidenz­basierte Versorgung". Der Kongress rückt medizinisch-wissenschaftliche Register als wirksame Infrastruktur für ein modernes Gesundheitssystem in den Mittelpunkt. Im Fokus steht, wie Register ihren Nutzen für Versorgung und Forschung entfalten, zugleich den wachsenden Anforderungen an Qualität, Harmonisierung, Finanzierung und regulatorische Nutzbarkeit gerecht werden können und welche Rahmenbedingungen dafür erforderlich sind.

Vor dem Hintergrund des Medizinregistergesetzes, neuer Anforderungen an Datenqualität und Interoperabilität sowie der Entwicklungen rund um den Europäischen Gesundheitsdatenraum diskutieren Registerbetreibende und Registerforschende gemeinsam mit Politik, Selbstverwaltung, Industrie und weiteren Akteuren über die nächsten Schritte, um die Voraussetzungen für eine moderne und zukunftsfähige Registerlandschaft zu schaffen.

Auf den Registertagen trifft sich die Fachcommunity, um aktuelle Herausforderungen patientenbezogener Register zu diskutieren, sich auszutauschen und zu vernetzen sowie wichtige Impulse für die Weiterentwicklung registerbasierter Forschung und Versorgung zu setzen.

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Anmeldung

Sie können sich über den nachfolgenden Button zur Veranstaltung anmelden.

Übrigens: Direkt vor den Registertagen 2026 findet am 16. Juni der 17. TMF-Jahreskongress statt. Veranstaltungsort ist ebenfalls die Kaiserin-Friedrich-Stiftung. Das Anmeldeformular bietet Ihnen die Möglichkeit, sich bei Interesse auch für den Jahreskongress zu registrieren.

Thema

Das Thema der Registertage 2026, die am 17. und 18. Juni in Berlin stattfinden, lautet "Medizinische Register: vom Kosten- zum Erfolgsfaktor für eine evidenz­basierte Versorgung".

Konferenz

Die Registertage haben sich als wichtiger Treff­punkt für Registerbetreibende und Registerfor­schen­de, für Politik und Industrie etabliert. Sie setzen Impulse für die zukünftige Register­forschung und definieren zukünftige Heraus­forderungen patientenbezogener Register auch mit Blick nach Europa.

Veranstalter

Koordinationsstelle für die Registertage 2026 ist die TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e. V.

Programm (Stand: 22.05.2026)

Tag 1

09:30–10:00 Uhr

Begrüßung

Philipp Müller
Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Leiter der Abteilung 5 "Digitalisierung und Innovation"

10:00–11:15 Uhr

Panel: "Was bringt das Medizinregistergesetz für wen? Ein Blick durch die Lupe."

Mit dem Medizinregistergesetz verändern sich die Rahmenbedingungen für medizinische Register grundlegend, und es stellt sich die Frage, welche Auswirkungen sich daraus für die verschiedenen Akteure ergeben. Konkret wollen wir die folgenden Fragen in einem Panel diskutieren: Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem Medizinregistergesetz für den Aufbau, den Betrieb und die Nutzung medizinischer Register? Welche Rollen übernehmen verschiedene Institutionen, und welche Anforderungen entstehen daraus für Register in der Praxis?

Medizinregistergesetz

MinR'in Jana Holland
Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Leiterin des Referats 311 "Medizinische Datenbanken und Register"

Ausgestaltung und Rolle des IQWiG

Dr. Thomas Kaiser
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Leiter des Instituts

Aus Sicht medizinischer Register

PD Dr. Anne Regierer
Deutsches Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ) Berlin, Gruppenleiterin Registerforschung in der Rheumatologie

Bedeutung von Registern für die Qualitäts- und Leitlinienentwicklung

Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rixen
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) e.V., Generalsekretär

Paneldiskussion

11:15–11:45 Uhr

Kaffeepause

11:45–12:45 Uhr

Session: "Brauchen wir ein Long-COVID-Register? Wie Register die Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen unterstützen können"

Postinfektiöse Erkrankungen haben die Aufmerksamkeit für Versorgungsdefizite, Wissenslücken und den Bedarf an belastbaren Daten deutlich erhöht und rücken Register als mögliches Instrument für Forschung und Versorgung in den Fokus. Welche Rolle können Register bei der Unterstützung der Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen spielen? Welche Chancen und Anforderungen ergeben sich etwa im Kontext von Long COVID und verwandten Krankheitsbildern?

Von Registern zu interoperablen Datenräumen: Perspektiven für LongCovid und postinfektiöse Erkrankungen

Prof. Dr. Dr. Nils Opel
Charité – Universitätsmedizin Berlin, stellv. Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

TBD

Prof. Dr. Uta Behrends
TUM Klinikum Rechts der Isar, stellv. kommissarische Klinikdirektorin

Chancen für Register in der nationalen Dekade

Prof. Dr. Natascha Sommer
Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Leitung der Pneumologischen Ambulanz und Oberärztin SP Pneumologie und Intensivmedizin

Paneldiskussion

12:45–13:45 Uhr

Mittagspause

13:45–15:15 Uhr

Session: "Qualität braucht Geld – die ungelöste Frage der Registerfinanzierung"

Wenn Register dauerhaft wirksam sein sollen, braucht es nicht nur fachliche Standards und eine hohe Datenqualität, sondern auch tragfähige Modelle für Finanzierung, Betrieb und Weiterentwicklung. Wie kann Registerqualität dauerhaft gesichert werden, und welche Finanzierungsmodelle sind dafür erforderlich? Welche Ressourcen benötigt der nachhaltige Betrieb hochwertiger Register, und wie lassen sich Qualität, Qualifizierung und Finanzierung sinnvoll zusammenführen?

Kostenmodell

Prof. Dr. Rainer Röhrig
Uniklinik RWTH Aachen, Direktor des Instituts für Medizinische Informatik

Wege zur Sicherung der Datenqualität bei Fachkräftemangel

Isabell Wirmer
Der Fachverband für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin (DVMD), stellv. Vorsitzende

Triple R und Zertifizierung

Dr. Anna Niemeyer
TMF e.V., wissenschaftliche Mitarbeiterin "Klinische Forschung, Register und Versorgungsforschung"

Finanzierung der Qualifizierung von Registern?

Statements der Referierenden

Paneldiskussion

Prof. Dr. Rainer Röhrig
Uniklinik RWTH Aachen, Direktor des Instituts für Medizinische Informatik

Isabell Wirmer
Der Fachverband für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin (DVMD), stellv. Vorsitzende

Dr. Anna Niemeyer
TMF e.V., wissenschaftliche Mitarbeiterin "Klinische Forschung, Register und Versorgungsforschung"

Prof. Dr. Jens Peters
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) e.V., Geschäftsfeldleiter Klinische Forschung und Geschäftsführer BPIvet

Bernhard Liebenhoff
Pharma Deutschland, Referent Health Technology Assessment (HTA) und Erstattungsbetrag

15:15–15:45 Uhr

Kaffeepause

15:45–17:15 Uhr

Session: "Was leisten Register für das Gesundheitssystem? Welchen Wert haben sie für Versorgung und Forschung?"

Register können Versorgungsrealität sichtbar machen, evidenzbasierte Entscheidungen unterstützen und wichtige Impulse für Forschung und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen geben. Welchen konkreten Nutzen stiften Register für das Gesundheitssystem? Wie tragen sie dazu bei, Versorgungsrealität sichtbar zu machen, Forschung zu ermöglichen und evidenzbasierte Entscheidungen zu unterstützen?

VersKIK: Linkage von Krebsregisterdaten (DKKR) und GKV-Routinedaten

Dr. Cécile Ronckers
DKFZ Heidelberg, Abteilungsleiterin "CAYA (Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene) Cancer Survivorship Forschung"

Dr. Peter Ihle
Universität zu Köln, Chief Information Officer (CIO) der PMV forschungsgruppe

Register- und Routinedaten im Vergleich

Manuel Burkhart
Mukoviszidose e.V., Projektleiter Deutsches Mukoviszidose-Register

Einfluss sozioökonomischer Deprivation auf Inzidenz und Überleben beim Ovarialkarzinom und Non-Hodgkin-Lymphomen in Deutschland

Dr. Annemarie Schultz
Hamburgisches Krebsregister, Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke, stellv. Referatsleiterin

20 Jahre Bundesweite Onkologische Qualitätskonferenz – Evidenz aus versorgungsnahen Daten der Krebsregister

Prof. Dr. Sylke Zeißig
Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie der Universität Würzburg, Professorin für Klinische Epidemiologie von Krebserkrankungen

Diskussion und Fragerunde

17:15–18:00 Uhr

Session: "Bericht aus den AGs: Was diskutiert die Community? Wie arbeiten die Arbeitsgruppen zusammen?"

Die Weiterentwicklung der Registerlandschaft lebt vom Austausch in der Community und von der Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen verschiedenster Institutionen, in denen aktuelle Fragen aufgegriffen, Erfahrungen gebündelt und gemeinsame Positionen weiterentwickelt werden. Was bewegt die Register-Community aktuell, und welche Themen bearbeiten die einschlägigen Arbeitsgruppen? Die Registertage schaffen Raum, um Entwicklungen zusammenzuführen, voneinander zu lernen und gemeinsame Perspektiven weiterzuentwickeln.

Bericht aus der TMF-Arbeitsgruppe Register

PD Dr. Anne Regierer
Deutsches Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ) Berlin, Gruppenleiterin Registerforschung in der Rheumatologie

Dipl.-Math. Tobias Hartz
Klinisches Krebsregister Niedersachsen (KKN), Geschäftsführer

Bericht aus der DNVF-Arbeitsgruppe Register

Dr. Barbara Kind
Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV), Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Bericht aus der DGPharMed-Arbeitsgruppe Register

Dr. Simone Breitkopf
Deutsche Gesellschaft für Pharmazeutische Medizin (DGPharMed) e.V., Vorstandsmitglied und Ansprechpartnerin der Arbeitsgruppe Register

Bericht aus der EFMI-Arbeitsgruppe Register

Dr. Anna Niemeyer
TMF e.V., wissenschaftliche Mitarbeiterin "Klinische Forschung, Register und Versorgungsforschung"

18:00–22:00 Uhr

Get-together

Tag 2

09:00–10:30 Uhr

Session: "Harmonisierung der Datenerhebung: Lohnt sich Harmonisierung – für wen?"

Die Harmonisierung von Datenerhebung und Datenstrukturen gilt als wichtiger Schlüssel für bessere Vergleichbarkeit, breitere Nutzbarkeit und stärkere Vernetzung von Registern in Forschung und Versorgung. Wo lohnt sich Harmonisierung, und für wen? Diskutiert werden Chancen und Herausforderungen harmonisierter Datengrundlagen für Versorgung, Forschung, Interoperabilität und den praktischen Zugang zu Registerdaten.

Implantatsicherheit und Versorgungsforschung auf harmonisierter Datengrundlage: IRD und EPRD im Zusammenspiel

Timo Stehn
Endoprothesenregister Deutschland (EPRD), Geschäftsführer

Harmonisierung von Datenmodellen für interoperable Register bei Seltenen Erkrankungen – von NARSE zu ERNs

Dr. Jessica Vasseur
Universitätsmedizin Frankfurt, Institut für Medizininformatik (IMI), Leiterin der Arbeitsgruppe "Register und Forschungsinfrastrukturen"

Von der Datenbeantragung zur Datenharmonisierung – Herausforderungen in Struktur und Inhalt am Beispiel des Projekts REGINT

Rika Jurkschat
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) e.V., wissenschaftliche Mitarbeiterin IT und Forschung

Zugang von Registern zur Telematik-Infrastruktur

Sophia Lückhof
gematik, Interop Analyst Digital Health

Auf Kollisionskurs? Einwilligung und Rechtsgrundlagen in der Registerrealität

Svenja Windeck
Universitätsklinikum Aachen | Nationales Obduktionsregister (NAREG), Projektmanagerin

Diskussion und Fragerunde

10:30–11:00 Uhr

Kaffeepause

11:00–12:30 Uhr

Session: "European Registries: Learning from the Best – European Registries Share Their Knowledge"

Der Blick nach Europa zeigt, welche Erfahrungen andere Registersysteme mit Vernetzung, Harmonisierung und Datennutzung bereits gesammelt haben und welche Impulse sich daraus für die deutsche Registerlandschaft ableiten lassen. Welche Erfahrungen gibt es aus europäischen Registern, und was lässt sich daraus für die deutsche Registerlandschaft lernen? Ein besonderer Fokus liegt auf Vernetzung, Datenharmonisierung und der Rolle von Registern im europäischen Gesundheitsdatenraum.

The TREAT Taskforce – a network of atopic dermatitis registries

Thomas Birkner
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV)

TBD

Matthijs Sloep
Maastricht University, PhD student

Dutch National Intensive Care Evaluation (NICE) Registry

Ferishta Raiez
Amsterdam University Medical Center, Medical Informatics Department

12:30 Uhr

Ende der Registertage 2026

12:30–13:30 Uhr

Mittagspause

13:30–16:30 Uhr

Post-Conference Workshop: "Register im EHDS: Was ist von Registerseite zu tun und wo gibt es Unterstützung?"

Mit dem Europäischen Gesundheitsdatenraum entstehen neue Anforderungen und Möglichkeiten, auf die sich Register organisatorisch, technisch und strategisch vorbereiten müssen. Im Post-Conference Workshop der Registertage wird diskutiert, was Register konkret tun müssen, um sich auf die europäischen Anforderungen einzustellen, und welche Unterstützungsangebote dafür bestehen.

Dr. Anna Niemeyer
TMF e.V., wissenschaftliche Mitarbeiterin "Klinische Forschung, Register und Versorgungsforschung"

Matthias Löbe
Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE), wissenschaftlicher Mitarbeiter

Irene Schlünder
TMF e.V., wissenschaftliche Mitarbeiterin "Bioethik und Internationales"

Speaker (Stand: 22.05.2026)

Philipp Müller

Bundesministerium für Gesundheit
Dr. Thomas Kaiser

Dr. Thomas Kaiser

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rixen

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) e.V.

Prof. Dr. Dr. Nils Opel

Charité – Universitätsmedizin Berlin
Prof. Dr. Uta Behrends

Prof. Dr. Uta Behrends

TUM Klinikum Rechts der Isar

Prof. Dr. Natascha Sommer

Universitätsklinikum Giessen und Marburg

Isabell Wirmer

DVMD e.V.
Dr. Anna Niemeyer

Dr. Anna Niemeyer

TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V.

Prof. Dr. Jens Peters

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) e.V.
Bernhard Liebenhoff

Bernhard Liebenhoff

Pharma Deutschland
Dr. Cécile Ronckers

Dr. Cécile Ronckers

DKFZ Heidelberg

Dr. Peter Ihle

Universität zu Köln

Manuel Burkhart

Mukoviszidose e.V.

Dr. Annemarie Schultz

Hamburgisches Krebsregister
Dipl.-Math. Tobias Hartz

Dipl.-Math. Tobias Hartz

Klinisches Krebsregister Niedersachsen (KKN)
0511 277897-10
Dr. Barbara Kind

Dr. Barbara Kind

Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV)
0351 458 3247

Dr. Simone Breitkopf

Deutsche Gesellschaft für Pharmazeutische Medizin e.V.

Timo Stehn

Endoprothesenregister Deutschland

Dr. Jessica Vasseur

Universitätsmedizin Frankfurt

Rika Jurkschat

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) e.V.

Sophia Lückhof

gematik

Thomas Birkner

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Matthijs Sloep

Maastricht University

Ferishta Raiez

Amsterdam University Medical Center
Irene Schlünder

Irene Schlünder

TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V.
030 - 22 00 24 742

Trailer | Registertage 2026

Hintergrund

Medizinisch-wissenschaftliche Register sind Methode, Infrastruktur und Erkenntnisquelle zugleich. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungsforschung, Qualitätssicherung, Patientensicherheit und zur Gewinnung von Evidenz aus der Versorgungspraxis. In den vergangenen Jahren ist ihre Bedeutung weiter gewachsen, zugleich steigen die Erwartungen an ihre Qualität, Anschlussfähigkeit und konkrete Nutzbarkeit für unterschiedliche Anwendungsfelder.

Mit dem Medizinregistergesetz, den Debatten um nachhaltige Finanzierungsmodelle, der Harmonisierung von Datenerhebung und Standards sowie den Entwicklungen im europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) steht die Registerlandschaft an einem entscheidenden Punkt. Register müssen heute nicht nur relevante Daten erfassen, sondern auch verlässlich, interoperabel und qualitätsgesichert aufgestellt sein, damit sie die Wirkung für Versorgung, Forschung und Regulierung entfalten können, die so dringend benötigt wird.

Die Registertage 2026 greifen diese Entwicklungen auf und fragen danach, welche Rahmenbedingungen Register brauchen, um ihren Beitrag für ein lernendes Gesundheitssystem zu stärken. Diskutiert werden unter anderem die Anforderungen des Medizinregistergesetzes, der Nutzen von Registern für die Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen, Fragen der Registerfinanzierung, der Wert von Registern für Versorgung und Forschung, die Harmonisierung der Datenerhebung sowie Anforderungen und erste Erfahrungen in Vorbereitung auf den EHDS.

Zielgruppe

Der Kongress richtet sich an die Fachcommunity der Registerbetreibenden und Registerforschenden sowie an Akteurinnen und Akteure aus Politik, Selbstverwaltung, Wissenschaft, Industrie und Patientenvertretungen. Gemeinsam sollen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen für medizinische Register diskutiert und Ansätze für eine wirksame Weiterentwicklung der Registerlandschaft ausgetauscht werden.

Die Registertage setzen Impulse für die Weiterentwicklung patientenbezogener Register und für ihre stärkere Verankerung im Gesundheitsdatenökosystem. Sie bieten Raum für fachliche Debatten, interdisziplinären Austausch, Vernetzung in der Community und die gemeinsame Diskussion darüber, wie Register ihren Mehrwert für Versorgung, Forschung und Regulierung künftig noch besser entfalten können.

Register leben von der Community!

Die Registertage bieten eine lebhafte Mischung aus Fachvorträgen, Diskussionen auf dem Podium, Einblicken in aktuelle Entwicklungen, Raum für den interkollegialen Austausch und Gelegenheiten zur Wiederbegegnung und Vernetzung.