BMFTR-Richtlinie: Sichere Verarbeitungsumgebungen in der Gesundheitsforschung
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat eine Förderrichtlinie veröffentlicht, deren Ziel es ist, sensible Forschungs- und Gesundheitsdaten der bestehenden Gesundheitsforschungsdateninfrastrukturen (GFDI) in sicheren Verarbeitungsumgebungen (Secure Processing Environments, kurz SPE) für die Gesundheitsforschung nutzbar zu machen.
Der Zuwendungszweck der Richtlinie ist die Förderung von Pilotprojekten, die modulare sowie übertragbare informationstechnische Komponenten entwickeln und erproben, welche die Realisierung forschungsfreundlicher, sicherer und rechtskonformer SPE unterstützen beziehungsweise innerhalb dieser genutzt werden können. Die bestehenden GFDI sind dabei aktiv zu beteiligen, um eine spätere Integration der entwickelten Lösungen in die Praxis zu gewährleisten. Zur Testung der (entwickelten) Komponenten sollen in den Pilotprojekten bestehende klinisch-epidemiologische beziehungsweise biomedizinische multizentrische Daten der bestehenden GFDI genutzt werden.
Gefördert werden Pilotprojekte als Einzelprojekte aus verschiedenen Fachbereichen an einer Einrichtung sowie kleine Verbundprojekte (mit in der Regel bis zu drei Partnern), die sich mit der Entwicklung und Erprobung von technischen und organisatorischen Voraussetzungen befassen, auf deren Grundlage forschungsfreundliche SPE im Einklang mit den regulatorischen Anforderungen realisiert werden können. Hierbei müssen die für die Ausrichtung des jeweiligen Pilotprojekts notwendigen Disziplinen und Datennutzer eingebunden sein. Eine Anbindung an bestehende GFDI ist erforderlich.
Quelle: Bekanntmachung des BMFTR, Bundesanzeiger vom 11.08.2026
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Auszüge aus Originaltext wiedergegeben; Text redaktionell gekürzt.
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